Trattoria Castel Nuovo

Weidlinger Straße 39
3400 Klosterneuburg

 

e-Mail: castelnuovo@aon.at

Tel.: 02243 20 610

 

11.30 - 23.00 Uhr

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Presse

Fortsetzung "Der Italiener von Bagdad"

 

 

...sind wir und die Kinder eine Klosterneuburger Familie geworden.

Erlesen: “Und wie bist Du zum „Italiener“ geworden“?

Royadh: „Ich liebe die italienische Küche, sie ist leicht, flexibel ist auch in Klosterneuburg sehr beliebt und was viele wissen, einige italienische Spezialitäten haben ihren Ursprung im nahen oder fernen Osten und wurden erst von Marco Polo importiert. Die Pizza, sagt man, kommt aus Syrien, der Türkei oder dem Libanon, die Spaghetti aus China…

Selbst der Herr Kardinal Schönborn, sprach mich bei einem Besuch italienisch an, ich sagte nur: Verzeihung,… deutsch, arabisch oder englisch. Kardinal Schönborn: warum? Ich bin aus dem Irak! Daraus wurde ein interessantes Gespräch über Christen, Moslems, Religionen. In unserer Familie ist ja beides vereint.“

Erlesen: „Du hast mit einer kleinen Pizzeria am Kollersteig begonnen…“

Royadh: „Am 29. August ist es 9 Jahre her. Das war eine schwere Zeit. Vieles hat noch nicht so geklappt: die Küche, das Service, trotzdem jeden Tag voll und die Klosterneuburger haben mir eine Chance gegeben, waren geduldig mit mir. Dafür bin ich sehr dankbar.

Aber auch meiner Frau bin ich sehr dankbar, sie hat wirklich viel geleistet…ohne sie und ihre Geduld hätten wir das nie geschafft.

Erlesen: „Die Seele der Klosterneuburg, unser Leitartikel, …wie würdest Du sie beschreiben“?

Royadh: „Der Klosterneuburger ist ein schwieriger Fall, ist verschlossen, man braucht Geduld, Zeit, muss ehrlich sein, dass man zu den Leuten dazu kommt. Klosterneuburger sind sehr ehrliche Leute, wenn etwas nicht passt, sagen Sie es. Für meinen Betrieb war mir das immer sehr wichtig, wenn sie mir sagen, wo Fehler sind.

Ich habe meinen Stammkunden zugehört…Royadh mach´ dass, probier mal Jenes.

Heute bestellen die meisten Gäste nicht von der Karte, sondern sagen:…Royadh, ich habe mal bei Dir gegessen…kannst` mir das wieder machen? Unser Gast kann haben, was er will, wir machen das. Wir kochen gut, sehen uns aber nicht als Haubenlokal. Der Gast kommt von der Arbeit, ist gestresst, will alles fallen lassen. Bei uns kann er das. So haben wir auch Alteingesessene gewonnen. Es gibt halt nichts Fritiertes alles machen wir in frisch in der Pfanne.

Erlesen: „..hab ich schon beobachtet, Gäste und Service sprechen sehr freundschaftlich miteinander“ ?

Royadh: „Meine Leute sind schon viele Jahre bei mir und gehören schon, wie man so sagt, zum Inventar. Und mir ist wichtig, dass es Ihnen gut geht, dann geben sie das auch an die Gäste weiter. Ich koche alle 2-3 Wochen gerne selbst, gehe einkaufen, schau, was es Frisches gibt und wir essen alle gemeinsam, das verbindet. Manchmal ein Lamm aus dem Holzofen oder es heißt: Chef mach´ mal wieder Okra.

Erlesen: „Was ist Deine Küchenphilosophie“?

Royadh: „Wir gehen immer nach der Saison, jetzt Spargel, dann die Eierschwammerl, dann Steinpilze…hmmm meine Lieblinge! Begehrt sind auch unsere Buffets. Unsere Preise sind ehrlich und dass unser Aschermittwochs-Buffet schon für das nächste Jahr ausgebucht ist, spricht für sich. Fisch ist eine Spezialität, den grill´ ich manchmal sogar im Winter, draußen, wenn es schneit. Das war immer mein Traum: kochen und die Leute können zuschauen. Eines unserer größten Erfolge sind unsere Punschstände in den letzten 3 Tagen vor Heiligabend, da bringen wir für Ärzte ohne Grenzen, Lionsclub, Rote Nasen oder eine Kinderschule in Nepal manchmal bis zu 5.000.- Euro zusammen.

Erlesen: „Zurück in den Sommer“!

Royadh: „Da mache ich manchmal Paella mit frischen Meeresfrüchten, auch Muscheln haben wir fast das ganze Jahr und sind sehr beliebt. Gerne biete ich auch Variationen mit Avocados, Gemüse und natürlich auch Fleischgerichte.

Wir hatten vor ein paar Jahren einen Kalender mit Rezepten, vielleicht gibt es mal ein Castel Nuovo – Buch“?!

Erlesen: „Royadh zum Erlesen?, wir freuen uns drauf. Bis dahin lassen wir uns gern bei euch bekochen.“